„Die Essener Q.One setzt auf Cloud Computing“


Nachdem wir uns angemessen von unseren Servern verabschiedet haben und seitdem verstärkt cloudbasiert arbeiten, steigen wir heute einmal tiefer in die Welt des Cloud Computing ein. Welche Formen von Cloudlösungen gibt es überhaupt? Welche Vorteile bietet eine Virtualisierung der IT-Infrastruktur? Und gibt es auch kritische Aspekte, bei denen die gute alte Hardware doch noch punktet? Wir sind dem Thema Cloud Computing mit zwei unserer Q.One DevOps Profis auf den Grund gegangen.

Cloud Computing in aller Munde

Cloudlösungen sind soweit nichts Neues. Die Anfänge liegen bereits einige Zeit zurück. Dennoch wird in IT-Fachportalen und General Interest Medien zunehmend über weitere Entwicklungen berichtet. Vor allem hybride Lösungen freuen sich einer wachsenden Aufmerksamkeit. Inzwischen haben viele Anbieter und Kunden die Vorteile für sich entdeckt. Aber starten wir doch am besten mit einer groben Unterscheidung der Cloudlösungen.

Service-Modelle im Cloud Computing

Cloud Computing lässt sich in drei verschiedene Service-Modelle unterteilen. Sie können als aufeinander aufbauende Ebenen in der Architektur eines Cloud Systems gesehen werden:

 

  • Infrastructure as a Service (IaaS)
    Bei diesem Service-Modell hat der Kunde vollen Zugriff auf die IT-Infrastruktur. Mit Hilfe der Virtualisierung kann er dabei frei zwischen infrastrukturellen Ressourcen wie Rechenleistung, Speicherplatz, Netzwerk, Traffic oder Arbeitsspeicher wählen. Mit diesen Komponenten als Grundlage hat er die Möglichkeit, zum Beispiel Server zu provisionieren, auf die er als Ersteller vollen Zugriff hat. Beispiele hierfür sind AWS EC2 und Google Cloud Compute.

  • Platform as a Service (PaaS)
    Hierbei hat der Kunde Zugriff auf eine ihm bereitgestellte Umgebung, allerdings nicht auf die ihr zugrunde liegende Infrastruktur. Es handelt sich in den meisten Fällen um Entwicklungsumgebungen, in denen ihm bestimmte Werkzeuge bereitgestellt werden, die er mit Hilfe standardisierter Schnittstellen ansprechen kann. Bei den meisten dieser Angebote wählt der Kunde zwischen verschiedenen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen und greift auf weitere spezialisierte Dienste wie Authentifizierung, Zahlungsabwicklung und Reporting zu. Anwendungen, die in diesen Umgebungen entstanden sind, können direkt verteilt und weiteren Personen zur Verfügung gestellt werden. Google Cloud App Engine, Heroku und AWS Elastic Beanstalk sind Beispiele dieser Variante.

  • Software as a Service (SaaS)
    Mit diesem Service-Modell hat der Kunde weder Zugriff auf die zugrunde liegende Umgebung noch auf die Infrastruktur. Ihm werden unterschiedlichste Anwendungen zur Nutzung bereitgestellt. Der Zugriff auf diese Anwendungen erfolgt in den meisten Fällen per Web-Frontend. SaaS hat den Vorteil, dass es dem Kunden die komplette Softwarewartung abnimmt. Google Apps, Dropbox und Slack stellen dieses Service-Modell dar.

 

Liefer-Modelle im Cloud Computing

Neben der Unterteilung in Service-Modellen, gibt es auch eine weitere in sogenannte Liefer-Modelle. Die Cloud Varianten können nämlich hinsichtlich der Institution, also denen, die die Cloud Infrastruktur betreiben und denen, die sie nutzen, unterteilt werden. Die gängigsten Formen dabei sind die Public, Private und Hybrid Cloud:

 

  • Public Cloud
    Hierbei bietet ein externer Provider seine Dienstleistungen öffentlich an. Der Zugang erfolgt dabei über das Internet. Bei dieser Form teilen sich viele Kunden die virtualisierte Infrastruktur. Ein klassisches Beispiel dafür sind die weit verbreiteten Webmail Dienste wie GMX oder GoogleMail. Auch Microsoft mit Office365 oder Google mit seinen GoogleDocs gehören zu dieser Kategorie.

  • Private Cloud
    Diese Form bietet ihre Dienstleistungen in einem geschlossenen Netzwerk an. Der Zugriff beschränkt sich auf ausgewählte Personen / Abteilungen/ Institutionen, meist innerhalb einer Firma. Die gesamten Komponenten, die für ein Cloud System benötigt werden (Hardware, Software, Infrastruktur), gehören dabei dem Kunden. Er besitzt die volle Kontrolle über das System und bestimmt, wer welche Services nutzen darf. Der Betrieb erfolgt entweder in einem eigenen Rechenzentrum oder bei einem Drittanbieter am gleichen oder an einem anderen Standort. Externe Standorte können dabei über eine dedizierte VPN-Verbindung angebunden werden.

  • Hybrid Cloud
    Das Hybrid Cloud Modell stellt eine Kombination aus Public und Private Cloud dar. Aber auch Legacy Systeme können über standardisierte Schnittstellen angebunden und in diesem Modell eingesetzt werden. Diese Kombination bietet dem Kunden die meiste Flexibilität und Transparenz in Bezug auf jegliche IT-Prozesse. Außerdem besteht bei Bedarf die Möglichkeit, in kurzer Zeit zusätzliche externe Ressourcen zu erwerben.

 

Wir bei Q.One haben uns aktiv für die Nutzung von Cloud Computing entschieden. Um für unsere Softwareentwicklung die richtige Basis zu finden, haben wir natürlich auch die Vor- und Nachteile abgewogen, die mit einem Wechsel von der klassischen IT-Infrastruktur in die Cloudlösung auftreten. In Kürze werden wir hierzu weitere Beiträge veröffentlichen.