„Marktplätze dominieren unser Kaufverhalten“


In der heutigen Zeit ist ein Verkauf im Internet ohne die Zugehörigkeit zu einem Marktplatz fast nicht mehr möglich. Kleinere Onlineshops müssen entweder Nischen besetzen, um erfolgreich zu sein, oder sie müssen sich Marktplätzen anschließen, um ihre Waren verkaufen zu können.

Wir beleuchten einige der wichtigsten Marktplätze in unserem Blog.

Einzelhändler greifen auf Marktplätze zurück, da diese über eine umfangreiche Reichweite verfügen.

Abverkauf durch den eigenen Onlineshop

Der Vorteil, über den eigenen Shop zu verkaufen, liegt auf der Hand: Kontrolle über die erstellten Inhalte und die Datenhoheit. Das zu verkaufende Produkt kann in einem bestmöglichen Licht in Szene gesetzt werden. Jegliche Produktbeschreibungen liegen beim Verkäufer und die Preispolitik ist keinen fremden Einflüssen ausgesetzt. Es erfordert Zeit sowie IT- und Webkenntnisse, um einen Onlineshop erfolgreich betreiben zu können. Zudem ist es eine echte Aufgabe, Käufer in den eigenen Onlineshop zu lotsen. Eben genau so, wie es das auch beim lokalen Einzelhändler vor Ort ist. Ohne Werbung für das eigene Produkt ist ein Abverkauf eher unwahrscheinlich.

Wohl 57,8 Milliarden Euro Umsatz im E-Commerce in 2019

Die Zahlen sprechen für sich: In 2018 sind 53,3 Milliarden Euro durch den E-Commerce umgesetzt worden. Für 2019 lautet die HDE-Prognose: 57,8 Milliarden Euro. Bekleidung, Elektronikartikel und Telekommunikation gehören demnach zu den umsatzstärksten Warengruppen im Onlinehandel. Mit Fashion und Accessoires ist knapp ein Viertel des gesamten Online-Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet worden. (Quelle: statista.com)

Statistik E-Commerce Verkaufszahlen


Marktplätze sind eine Alternative zur eigenen Webseite

Eine Alternative oder auch eine Ergänzung zum eigenen Onlineshop kann ein Marktplatz im Internet sein. Marktplätze wie Amazon, ebay, Rakuten, Etsy, Alibaba oder yatego stehen bereit, um die zu verkaufenden Waren eines kleinen Einzelhändlers anzubieten. Der Vorteil eines Marktplatzes: Er verfügt über einen hohen Kundenstamm und damit auch über genügend Reichweite, um das Produkt des Einzelhändlers zu verkaufen.

Amazon ist der Riese unter den Marktplätzen

Amazon ist der vermutlich größte Marktplatz weltweit. Er bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur und hat einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad. Amazon arbeitet stetig an der Verbesserung seiner Services, um Bestandskunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Die meisten potenziellen Käufer tummeln sich also vermutlich auf dieser Plattform.

Amazon verfügt über eine durchdachte Logistik

Verkauf über Amazon ist teuer

Der Artikel steht bei Amazon im Vordergrund. Dadurch kommt es zu Nachteilen für die Händler, da für ein Produkt in der Regel nur eine Artikelseite angelegt wird. Bieten nun mehrere Händler das gleiche Produkt zu einem unterschiedlichen Preis an, entscheidet sich der Kunde im Zweifel immer für den günstigsten Anbieter. Hierdurch entsteht ein enormer Preisdruck bei den Einzelhändlern. Weiteres Darstellungskriterium bei Amazon: die Kundenbewertungen. Es ist also nicht nur der wichtigste Preis entscheidend, damit die eigene Ware im oberen Bildschirm des Users angezeigt wird, sondern auch die Kundenbewertungen. Der Druck ist vermutlich enorm.

Nachteile entstehen einem Einzelhändler aber auch bei den hohen Gebühren, die der Logistikriese erhebt. Wer mehr als 40 Artikel im Monat verkaufen möchte, muss eine monatliche Grundgebühr bezahlen. Dazu gesellen sich noch die Verkaufsgebühren, die in Abhängigkeit mit der Produktkategorie stehen. Je attraktiver die Kategorie, desto mehr Kosten entstehen. Zwischen sieben und 15 Prozent fallen an Verkaufsgebühren an. Und dies pro verkauftem Artikel.

Umfangreicher, aber kostspieliger Service für Amazons Einzelhändler

Amazon bietet Einzelhändlern einen Lager- und Versandservice an. Das hat den Vorteil, dass der Einzelhändler sich nicht um die Lagerung und den Versand der zu verkaufenden Produkte kümmern muss. Dieser Service hat allerdings seinen Preis. Für die Lagerung in einem Logistikzentrum von Amazon entstehen dem Einzelhändler zu den Verkaufsgebühren auch noch Lager- und Logistikkosten.

Um erfolgreich im Internet verkaufen zu können, sind große Marktplätze als Reichweitenpartner ein unschlagbares Verkaufsargument. Allerdings muss man sich die Gebühren, die beispielsweise bei Amazon anfallen, erst einmal leisten können. Zudem hat der Einzelhändler keine Übersicht über das Kaufverhalten seiner Kunden. Die Datenhoheit der Kunden findet nur wenig Beachtung. Wer bei Amazon verkaufen will, muss sich den vorgegebenen Datenmasken beugen. Eine eigene Darstellung eines Produktes, so wie es ein Einzelhändler mit seinem eigenen Shop tun würde, ist nicht möglich.

Aber was wäre, wenn ein Einzelhändler aus seiner eigenen Webseite heraus in einen Marktplatz rein verkaufen könnte? Und das, ohne einen eigenen Onlineshop zu besitzen? Genau daran arbeitet unser Team gerade. Wir wollen den E-Commerce verändern und auch kleineren Einzelhändler die Chance geben, den Anschluss ins WWW nicht zu verlieren. Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob der Einzelhändler einen Onlineshop besitzt oder nicht. Spätestens im März erklären wir euch, wie das funktioniert.