„Marktplätze im Überblick: Alibaba dominiert den asiatischen Raum. Noch.“


Alibaba ist der nächste E-Commerce-Gigant, den wir nun ein wenig näher beleuchten möchten. Nachdem wir schon darüber berichtet haben, welche Vor- und Nachteile Einzelhändler mit dem Anbieten ihrer Waren bei Amazon und eBay vorfinden, beleuchten wir heute den Marktplatzriesen aus China: Alibaba.

Alibaba Group deckt asiatische Märkte ab

Die Alibaba Group ist bereits weltweit aktiv, steht aber bisher nur wenig in Konkurrenz mit Amazon und eBay, da diese die westlichen Märkte bedienen, während Alibaba überwiegend im asiatischen Raum tätig ist. Doch das könnte sich bald ändern: Experten werten die Aktivitäten, die Alibaba derzeit im europäischen Raum unternimmt, als Vorboten eines groß angelegten Markteinstiegs.

Die Alibaba Group ist online gleich mit mehreren Marktplätzen vertreten.

Alibaba Group bedient alle Kundensegmente

Die Alibaba Group ist online gleich mit mehreren Marktplätzen vertreten. Zu nennen sind da etwa die B2B-Plattform Alibaba.com und Taobao. Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die den gleichen Regeln wie eBay folgt. Auch die B2C-Kunden werden bei der Alibaba Group nicht vernachlässigt. Diese können bequem bei AliExpress im Netz einkaufen gehen. Eine der Besonderheiten bei AliExpress: Kunden von überall auf der Welt können dort einkaufen gehen, Handel treiben dürfen auf der Plattform allerdings nur chinesischen Händler. Ortsfremden Händlern ist es nicht erlaubt, ihre Waren über diese Plattform zu verkaufen.

Anders ist dies bei der B2B-Plattform Alibaba.com geregelt. Hier können Händler von überall auf der Welt ihre Waren einstellen und weltweit ihre Kunden erreichen. Die Alibaba Group hatte im 3. Quartal 2019 693 Millionen 'annual active consumers' (Quelle: statista.com).

Betrachtet man die Plattform aus den Augen eines Einzelhändlers, so fällt auf, dass Einzelhändler einen Spielraum bei der Seitengestaltung zur Verfügung gestellt bekommen. Sie können ihre Händlerseite relativ frei gestalten. Lediglich der obere Teil der Seite, der sogenannte Seitenkopf, ist im gleichen Design gehalten. Bedenkt man, dass die Zielgruppe Großkunden sind, macht es durchaus Sinn, dass manche Details wie etwa die Bestellmenge, anders platziert werden, als es beispielsweise bei Amazon der Fall ist.

Großkunden als Zielgruppe und deutscher Marktplatz

Je nach angeforderter Menge für einen Artikel, haben die Großkunden die Option, direkt mit dem Händler über den Preis zu verhandeln. Auch Musterbestellungen sind machbar. Verkäufer lassen sich nach Nationen filtern. Wenn man beispielsweise nur deutsche Händler angezeigt bekommen möchte, ist dies kein Problem. So entsteht im Prinzip ein Online-Marktplatz für den Bereich Deutschland.

Fuellbild marktplaetze alibaba

Welche Kosten entstehen für die Händler?

Entscheidet sich ein Händler, über Alibaba verkaufen zu wollen, wird er überrascht feststellen, dass eine Mitgliedschaft als Verkäufer zunächst kostenlos ist. Wer nur bis zu 50 Produkten verkaufen möchte, kann die Plattform kostenfrei nutzen. Um mehr als 50 Produkte platzieren zu können, muss sich der Verkäufer für ein Member-Paket entscheiden. Beim Gold Supplier Membership beispielsweise liegt der Paketpreis zwischen 1.399 $ und 5.999 $. Eine große Range.

Mitglieder können so viele Produkte in die Plattform einstellen, wie sie möchten, egal für welchen Membership sie sich entscheiden. Die verschiedenen Paketpreise entstehen durch gebuchten Speicherplatz für Fotos und sogenannte Showcases. Je besser das Paket, desto mehr pusht Alibaba das Produkt. Der Marktplatz bewirbt ein Produkt dann aktiv.

Payment ist ein großes Thema

Wie kommt das Geld vom Kunden zum Händler? Das ist unterschiedlich bei diesem Anbieter. Händler aus China, Taiwan oder Hongkong können die Zahlungen über die Plattform regeln. Und die anderen? Die müssen die Käufer direkt kontaktieren und Zahlungsvereinbarungen individuell mit jedem Kunden absprechen. Ein kleiner Trost für die Händler, die individuelle Zahlungen vereinbaren müssen: Alibaba verlangt anscheinend keine Provision für den Verkauf.

Wer über Alibaba verkaufen möchte, der steht also vor den oben beschriebenen Hürden. Nicht zu unterschätzen ist sicher auch die Sprachbarriere. Der Konkurrenzdruck im Netz ist groß. Allerdings ist das Wachstum des Marktes weiterhin nach oben offen. Laut einer Statista-Prognose sollen im Jahr 2023 global insgesamt rund 2,37 Billionen Euro im B2C-E-Commerce-Markt mit physischen Gütern umgesetzt werden. Zum Vergleich: In Deutschland sind in 2019 65.738,1 Millionen Euro im E-Commerce umgesetzt worden (Quelle: statista.com).

Ohne E-Commerce weniger Geschäft

Was kann also ein lokal ansässiger Einzelhändler tun, um seinen Kundenkreis zu vergrößern? Er kann sich den großen E-Commerce-Riesen anschließen und die vorherrschenden Verhältnisse akzeptieren. Sich dem Preisdruck beugen. Nur ein winziger Fisch im großen Netz sein. Oder er geht einen anderen Weg. Einen freien Weg.

CloudBasket vernetzt und sorgt für zufriedene Kunden

Der Einzelhändler könnte beispielsweise mit unserem Produkt CloudBasket aus seiner bisherigen reinen Informationsseite zu Marken und Produkten einen Onlineshop herstellen. Die Vorteile dieser Variante: Der Einzelhändler spart Zeit, Geld und hat keinen hohen Pflegeaufwand, um seine Daten aktuell zu halten. CloudBasket macht es möglich, dass Produkte plattformübergreifend ausgespielt werden können. Für den User bedeutet das: ein Login, ein Passwort, unbegrenzter Shoppingspaß. Für den lokalen Einzelhändler bedeutet das: Reichweite durch CloudBasket und Partnerschaften beispielsweise mit anderen Händlern sind auch möglich. Wer schon einen Onlineshop besitzt, der kann natürlich ebenso von CloudBasket profitieren.