Blog-Beitrag-Code-of-Happiness-Jens-Friedrich-082018

IT-Teams erfolgreich entwickeln und führen

Der Q.One COO Jens Friedrich arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Führungskraft in der IT-Branche. Er sagt: „Am Anfang habe ich viele Fehler gemacht. So einen Chef wie mich hätte ich selbst nicht haben wollen.“ Bis heute hat Jens viele Reorganisationen begleitet, IT-Teams von bis zu 220 Mitarbeitern geführt und weiß: Mitarbeiter brauchen Leitplanken und als Führungskraft muss ich alles dafür tun, dass ich ihnen nicht die Straße unter den Füßen wegreiße. Für das Q.One Blog hat er seinen Code of Happiness zusammengefasst.

#1 Führungskräfte schaffen einen Rahmen
Viele junge innovative IT-Dienstleister bieten heute flache Hierarchien und die Möglichkeit zur Entwicklung. Doch leider bedeutet das oft nur: Es fehlt ein Plan. Konzerne dagegen sind häufig überorganisiert und bürokratisieren ihre IT-Abteilungen. Ich versuche so wenig Rahmenbedingungen zu schaffen wie nötig und möglich, ich spreche gerrne von „Leitplanken“. Diese Leitplanken überprüfe ich ständig. Was nicht funktioniert, wird geändert und zwar sofort. Dafür stelle ich als Führungskraft offene Fragen, höre zu und muss auch andere und unbequeme Meinungen gelten lassen.

#2 Keine Angst vor der Verantwortung
Führungskraft zu werden, ist eine bewusste Entscheidung. Es sollte keine Frage von Macht und Geld sein. Als Abteilungsleiter habe ich nicht immer den besten und bequemsten Job. Wer so denkt, versteht seine Aufgabe nicht. Als Führungskraft kümmere ich mich ständig um Probleme, das kann auch mal unangenehm sein. Aber wir sind dafür da, die Probleme zu lösen.

#3 Sicherheit geben
Auch IT-Mitarbeiter benötigen eine Vision. Sie müssen wissen und verstehen, wo das Unternehmen mit seiner Software hin möchte. Viele Unternehmer veröffentlichen Visionen für Ihre Außendarstellung, holen ihre eigenen Mitarbeiter nicht ab. Sie vergessen es schlicht. Richtungsweisende Entscheidungen der Geschäftsführung verunsichern Mitarbeiter häufig und es entstehen Ängste. Eine solide Basis bildet da eine gute Unternehmenskultur inklusive einer offenen und gut gepflegten Kommunikationskultur. Das muss nicht immer viel Zeit kosten. Ich habe schon Standups mit 130 Mitarbeitern in 10 Minuten durchgeführt.

#4 Führungskraft = Problemlöser sein
Als Führungskraft sehe ich mich als Problemlöser. Dazu gehört auch Kunden frühzeitig Probleme zu kommunizieren. Es wird nicht besser, wenn ich lange schweige. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Es gibt immer eine Lösung. Wenn ein Mitarbeiter mit einem technischen Problem zu mir kommt, versuche ich möglichst gelassen zu reagieren. Das Thema „Vergangenheitsbewältigung“ schalte ich komplett aus. 80% der Probleme sind Ausnahmesituationen, da ist es müßig sich zu fragen, wie es so weit kommen konnte. Ich will jetzt eine Lösung finden, alles andere ist erst mal egal. Die Führungskraft muss in einer solchen Situation Mitarbeiter finden, die das Thema gemeinsam angehen oder Hilfe von außen dazu holen. Auch das ist kein Beinbruch.

#5 Ego abschalten & auf Mitarbeiter vertrauen
Obwohl ich viele Jahre selbst als Entwickler gearbeitet habe, weiß ich, dass ich nicht der beste Programmierer der Welt bin. Die Entwicklungen in der IT sind rasant. Ich gehe fest davon aus, dass mir meine Mitarbeiter in allen Disziplinen der Softwareentwicklung überlegen sind. Meine Aufgaben liegen woanders. Das heißt für mich: Wenn meine Mitarbeiter echte IT-Götter sind, dürfen sie auch gerne mehr verdienen als ich.

#6 Fairness & Work Life Balance berücksichtigen
Zum Thema Fairness zählt auch die leistungsgerechte Bezahlung. Regelmäßige Personalgespräche zur fachlichen und persönlichen Entwicklung sind für mich Pflicht. Bei Gehaltsverhandlungen versuche ich fair zu argumentieren. Wer mehr bekommt, muss auch mehr leisten. Es gibt Mitarbeiter, die sich bewusst entscheiden, weniger zu leisten und aktzeptieren dafür, dass sich ihr Gehalt weniger stark steigert. Das ist auch in Ordnung. Gerade in der langfristig angelegten Produktentwicklung bin ich darauf angewiesen, keinen Mitarbeiter zu verheizen. Die Work Life Balance muss stimmen.

#7 Echt sein
Man mag es nicht glauben, aber auch Führungskräfte sind nur Menschen. Ein Chef der sagt, er mache selbst nie Fehler, hat ein Problem. Und ich habe auch mal schlechte Laune. Dann versuche ich trotzdem berechenbar zu sein und sage: „Sprich mich bitte später darauf an, heute ist nicht mein Tag.“ Dafür hat jeder Verständnis und ich gerate nicht in Gefahr einen Mitarbeiter vor den Kopf zu stoßen.

#8 Gewaltfrei kommunizieren
Kommunikation ist für mich alles. Meine Grundeinstellung ist grundsätzlich pro Mitarbeiter. Ich gehe immer davon aus, dass mich mein Gegenüber nicht ärgern will, sondern einfach eine andere Wahrnehmung hat als ich. Dann gilt es alles auszusprechen, um die Erwartungen abzugleichen. Ich selbst arbeite nur noch für Unternehmen, die meine Werte teilen. Da mache ich keine Kompromisse.

Du suchst einen Job als Programmierer? Jens freut sich auf deine Bewerbung. Alle aktuellen Stellenangebote der Q.One Technologies findest du hier.

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Jens Friedrich
Jens Friedrich
Chief Operating Officer | Jens Friedrich verantwortet als COO die Softwareentwicklung einschließlich UX und den technischen Betrieb. Sein Code of Happiness liegt in einer stabilen Unternehmenskultur und einer offenen Kommunikation.

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