Ann-Katrin Seidelt vermittelt ihr Wissen

„War for Talents“ gewinnen

Mut und Menschlichkeit helfen bei der Mitarbeitergewinnung

Wie lautet das Wort des Jahres 2018? „Fachkräftemangel Deutschland“, zumindest aus Sicht der deutschen Wirtschaft und der Robert Half Studie 2019. Und eine Besserung der Lage ist auch für die kommenden Jahre nicht in Sicht. Besonders hart betroffen: der IT-Sektor. IT-Spezialisten mit Fachwissen zu KI & Co. sind kaum noch über den klassischen Rekrutierungsweg zu bekommen. Aber wie kann ich mich als Unternehmen bestmöglich aufstellen, um im „War for Talents“ nicht hilflos unterzugehen?

¡think agil! – Feedback annehmen und Prozesse überdenken

Vor allem sollte ich eins nicht: Unflexibel sein und an alten Mustern krampfhaft festhalten. Bekannte Strukturen geben Sicherheit. Aber gewiss ist, dass sie nicht für alle Zeiten funktionieren können. Beginnen wir also damit mutig zu sein und altbewährte Prozesse neu zu überdenken. Was ist in der Vergangenheit gut gelaufen und was läuft merkwürdigerweise immer wieder schief?

Feedback von anderen Abteilungen oder Bewerbern ist sehr wertvoll. Leider erwischen wir uns oft dabei, Kritik persönlich zu nehmen, anstatt sie für uns zu nutzen. Möglicherweise liegen wir damit ja auch richtig. Aber an Stelle sich von kräftezehrenden Interpretationen runter ziehen zu lassen, sollten wir wertvolle Informationen zu unserem Vorteil nutzen. Und die weniger wertvollen Informationen, die klammern wir einfach aus. Und wenn wir dann einmal mutig unsere „Schwachstellen“ erkannt haben, müssen wir wieder mutig sein und neue Wege ausprobieren.

Feedbackprozesse aktiv einbinden

Auf den Bewerbungsprozess bezogen bedeutet das: Regelmäßiges Feedback von Fachabteilungen und Bewerbern ist wichtig. Was ist in der bisherigen Zusammenarbeit mit dem Fachbereich gut gelaufen? Wo gab es vielleicht Kommunikationsschwierigkeiten? Und wie können bestehende Prozesse angepasst werden, damit Probleme nicht mehr auftauchen? Nicht nur eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Fachbereichen ist wichtig. Auch die Kooperation zwischen Human Resources und dem Marketing spielt bei zeitgemäßer Personalarbeit eine immer größere Rolle. Moderne Unternehmen schreiben nicht einfach nur Stellenprofile aus, sondern erzählen eine Geschichte. Die Auswahl der Kommunikationskanäle ist riesig. Und die Marketingabteilung weiß, wie man diese befüllt.

Menschlichkeit zählt

Mutig ist aber auch, wer „Nein“ sagen kann. Ein erfolgreicher Personaler muss zu seinen Entscheidungen stehen und diese vertreten können. Und dazu gehört es auch einmal einem guten Bewerber abzusagen, weil er eventuell nicht ins Team passt. Richtig teuer und unangenehm wird es aber, wenn sich der neue Kollege einfach nicht ins Team integrieren lässt. Die Rücksprache mit den zukünftigen Kollegen des Bewerbers und das Einholen von Feedback vor jeder Einstellung erfordert Mut. Aber ist sehr zu empfehlen.

Mut und Agilität als Basis

Mein Fazit: Erfolgreiche Personalarbeit hört nicht hinter der Bürotür auf, sondern ist ein Zusammenspiel vieler Akteure. Mut und Agilität sind die Grundvoraussetzung.

Unsere Head of Human Resources Ann-Katrin hat bereits über erfolgreiche Mitarbeitergewinnung und Alternative Methoden bei der Mitarbeitergewinnung  berichtet.

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Ann-Katrin Seidelt
Ann-Katrin Seidelt
Head of Human Resources

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